Nachhaltige und ethische Geldanlage (Gastbeitrag)

Chris & Jens haben mich eingeladen einen Artikel für Ihre Seite zu schreiben. Diese Einladung habe ich natürlich gerne angenommen und habe mir das Thema nachhaltige und ethische Geldanlage in Aktien ausgesucht. Ich werde versuchen Ihnen dieses Thema ein wenig näher zu bringen, weil ich finde, dass diese Thematik gerade in der heutigen Zeit immer wichtiger wird.

Nachhaltige und ethische Geldanlage – was ist das?

Alle Anleger die Ihr Geld in Wertpapiere investieren, möchten gerne eine lohnende Rendite herausbekommen. Dabei steigt gerade in den letzten Jahren die Nachfrage nach Aktien und Aktienfonds, die ein nachhaltiges und ethisches Geschäftsmodell haben. Es wird in diese Aktien investiert, weil zu der Rendite auch noch das Gefühl hinzukommt etwas Gutes für die (Um)Welt getan zu haben.

Vor allem Industriezweige wie die Rüstungsindustrie, Atomindustrie oder die gesamte Erdölindustrie stehen bei solchen Anlegern auf dem Index und werden konsequent gemieden. Aber auch Aktien von Banken die in dem Ruf stehen nicht viel zu einem sozialen Miteinander beizutragen werden nicht gekauft. Es gibt aber auch andere Nachhaltigkeitsziele die verfolgt werden. Dazu zählen die Bekämpfung von Korruption, oder auch wie die Achtung von Mindeststandards hinsichtlich der Arbeitsbedingungen in den jeweiligenUnternehmen.

Welche Anlagebereiche gibt es bei der nachhaltigen und ethischen Geldanlage?

Vor allem die Energiewende hat eine Menge nachhaltige und ethische Unternehmen hervorgebracht. Wer möchte sich nicht am Bau von Wind und Solarparks beteiligen und zusätzlich zur der erwartenden Rendite auch noch etwas für die Umwelt tun? Hier gibt es neben Aktien auch noch eine Menge andere Möglichkeiten Investitionen zu tätigen. So können Anleger beispielsweise Genussscheine erwerben, die es schon gegen geringe Beträge zu kaufen gibt. Auch gibt es Anleihen die Investoren mit einer jährlichen Zinszahlung locken. So ist es sehr einfach möglich mit den neuen Energien auch noch Geld zu verdienen.

Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl von „grünen“ Unternehmen. Denn nicht nur Betreiber von Wind und Solarparks bieten die Möglichkeit von Aktieninvestitionen, sondern auch die vielen Firmen die entsprechende Technologien produzieren.
Auch in vielen anderen Branchen haben sich ökologische Geschäftsmodelle durchgesetzt. So gibt es Versicherungen und Banken die sich darauf konzentrieren das Geld der Anleger nur in Projekte und Firmen zu investieren, die ökologisch korrekt arbeiten.
Man glaubt es kaum, aber auch in der von den deutschen so geliebten Autoindustrie findet ein Umdenken statt. Immer mehr Firmen entwickeln Elektroautos und werden somit für ökologisch orientierte Anleger interessanter.

Wieder andere Firmen versuchen konsequent auf gefährliche Inhaltsstoffe zu verzichten und wollen ihre Produkte zugleich besonders ressourcenschonend entwickeln und produzieren. Auf diese Weise steuern auch solche Unternehmen ihren Beitrag zum Umweltschutz dazu. Natürliche Ressourcen wurden nämlich schon lange genug ausgebeutet und die Berge, gerade schwer zu entsorgenden, Mülls, werden leider immer noch größer und größer.

Können Aktienfonds eine grüne Alternative sein?

Da sich mit Aktienfonds eine einfache Risikostreuung darstellen lässt, sind Aktienfonds besonders für Börsenanfänger geeignet. Diese Risikostreuung ist darauf zurückzuführen, dass ein Aktienfonds sehr viele verschiedene Aktien in sich vereint. So können Kursverluste einzelner Aktien gut ausgeglichen werden.

Auch in dem Bereich der Aktienfonds gibt es eine Menge unterschiedlicher grüner Fonds in die investiert werden kann. Es empfiehlt sich aber, bevor das Investment getätigt wird, genau das Profil des Aktienfonds unter die Lupe zu nehmen. Einige investieren ihr Kapital nur in Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Andere hingegen investieren wiederum nur in Banken und Versicherungen aus der grünen Branche. Hier ist die Auswahl mittlerweile sehr groß und man verliert schnell den Überblick. Ein kurzer Blick auf die Fondsmanager und den zugrunde liegenden konkreten Kriterien, kann also nicht schaden. Denn es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber welche Unternehmen “grün” sind und welche nicht. Beispiel Atomkraft: Sie wird häufig als umweltfreundliche Technologie verkauft, obwohl die meisten Menschen der Ansicht sind, dass dies (vor allem bei einem langfristigen Horizont) nicht der Fall ist.

Fazit

In nachhaltige und ethische Wertpapiere zu investieren ist heutzutage sehr leicht geworden. Auch der Ruf, dass diese Aktien eine schlechtere Rendite einfahren, als Aktien von herkömmlichen Unternehmen, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Allerdings sollte, wie bei jeder Aktieninvestition, das Geschäftsmodell und die wichtigsten Kennzahlen des Unternehmen vorher eingehend geprüft werden. Die Pleite von Prokon sollte dem Anleger ein abschreckendes Beispiel sein wie ein schlecht wirtschaftendes „grünes“ Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten kann. Zieht man aber seinen gesunden Menschenverstand zu Rate, steht einer Geldanlage in nachhaltigen und ethischen Geldanlageprodukten nichts mehr im Wege.

An dieser Stelle möchte ich mich kurz vorstellen. Ich heiße Klaus-Dieter Hoppstock und habe diesen Artikel für Chris & Jens verfasst. Ich bin zudem der Betreiber der Internetseite Mein Geldanlage Vergleich. Dort sind eine Menge Informationen rund um das Thema private Geldanlage zu finden. Vor allem gibt es aber auch viele Tipps zu meinem Lieblingsthema Börse. Auf Börse für Anfänger versuche ich mein Wissen an viele andere weiter zu geben.

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