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Richtiger Umgang mit Geld – Ein Gastbeitrag von Carsten Kettler

Richtiger Umgang mit Geld - Carsten Kettler
Richtiger Umgang mit Geld? Heute dürfen wir Euch einen weiteren Gastbeitrag präsentieren. Diesmal von Carsten Kettler, Autor, Betriebswirt und Manager. Seine Tipps zum richtigen Umgang mit Geld entstammen seiner persönlichen Erfahrung und sind damit sehr viel wertvoller als reine Theorie. Schließlich ist nur Wissen, das eigener Erfahrung  entspringt, wahres Wissen. Alles andere bedeutet zu glauben, was andere darüber sagen. Viel Spaß!

Welche Bedeutung hat Geld?

Geld ist in erster Linie ein Zahlungsmittel. Es dient dazu, Waren und Dienstleistungen einen Wert zuzuordnen. Jedem Einzelnen von uns ermöglicht es, sich zu spezialisieren und einen Beruf auszuüben, der uns liegt. Für das dadurch verdiente Geld können wir uns diese Waren und Dienstleistungen kaufen, anstatt alles selbst herstellen oder tauschen zu müssen. Dabei kann der Preis in Abhängigkeit von Zeit und Ort stark schwanken. Er ist abhängig vom Angebot und der jeweiligen Nachfrage und nicht selten auch davon, inwieweit sich Käufer und Verkäufer einig über den Wert der jeweiligen Sache sind. Denke immer daran: Eine Ware oder Dienstleistung hat immer nur den Wert, den Du dieser gerade zuordnest. Verwechsle daher nicht den Preis mit dem Wert.

Was kann Geld?

Geld ist aber auch ein Wertaufbewahrungsmittel. Wir können es sparen. Wir sind damit in der Lage, einen Teil der Entlohnung für unsere Arbeitsleistung in Form von Geld für einen späteren Zeitpunkt aufzubewahren. Zuhause im Sparstrumpf oder im Tresor, auf dem Sparbuch oder wo auch immer, um es dann zielgerichtet einzusetzen. Wir können Geld anlegen und investieren. Beispielsweise indem wir Aktien kaufen und dafür Dividenden erhalten oder von der Wertsteigerung der Aktie profitieren. Ein Mehrfamilienhaus zu kaufen bringt uns Mieteinnahmen in der Zukunft, gleichzeitig jedoch relativ hohe Hypothekenzinszahlungen in den ersten Jahren.

Welche Bedeutung hat Geld für Dein Leben?

Ist es..
– schlecht,
– gut,
– unbedeutend,
– egal
– oder am wichtigsten von allem?

Meiner Ansicht nach nichts davon. Geld hat die Bedeutung, die Du ihm gibst. Dasselbe gilt für das Thema richtiger Umgang mit Geld. Es ist deswegen von besonderer Bedeutung, sich bereits in jungen Jahren Gedanken über Geld und den richtigen Umgang damit zu machen, um den Grundstein für eine in dieser Hinsicht sorgenarme Zukunft zu legen. Sorgenfrei wird es wohl nie werden, denn wenn Du im Laufe Deines Lebens reich werden solltest, so überkommt Dich vermutlich irgendwann die Angst, alles wieder zu verlieren. Doch wir können im Laufe der Jahrzehnte so manche Klippe umschiffen, wenn wir uns richtig vorbereiten. Meine Tipps dienen nicht dazu, dass Du Dein Leben an Deinen Kontostand verkaufst. Lebe und gehe Deinen Hobbys nach. Ein mit Leidenschaft gelebtes Hobby kostet weit weniger als regelmäßig und aus purer Langeweile heraus getätigte Einkaufstouren durch die Shoppingmalls unserer Republik. Es geht mir nicht darum, Dir aufzuzeigen, wie Du Millionär werden kannst. Ich zeige auf, wie Du relativ frei von wirtschaftlichen Zwängen und damit ein überwiegend selbstbestimmtes Leben genießen kannst.

Überprüfe Deine Glaubensmuster in Bezug auf Geld

Wenn Du an dieser Stelle denkst: „Wie soll das funktionieren mit meinem kleinen Einkommen, mit meiner Ausbildung werde ich nicht weit kommen“ oder Ähnliches, so wirst Du Recht behalten. Denn wir bekommen in der Regel das vom Leben, was wir erwarten. Denke positiv und lasse Dich darauf ein. Du weißt nicht, welche Wege Dir Deine Zukunft aufzeigen wird. Du könntest aber sofort starten und Dir Gedanken darüber machen, welche Alternativen Du hast. Es sind so viele, dass die Auswahl vermutlich schon die schwerste Aufgabe ist.

Warum Du im Alter erst recht Geld brauchst

Unsere Gesundheitssysteme ächzen unter der Last der finanziellen Belastungen. Du wirst also in der aus heutiger Sicht noch fernen Zukunft auch Geld benötigen, um Deine Gesundheit zu erhalten. Schon aus dieser Überlegung heraus ist richtiger Umgang mit Geld so enorm wichtig. Die privaten Zuzahlungsanteile an den Gesundheitskosten werden weiter steigen. Das können wir nicht ignorieren. Geld ist also nicht egal. Wenn Du Dich nicht um Dein Geld kümmerst, dann wirst Du Dein Leben lang für andere arbeiten und vom guten Willen anderer abhängig sein. Es benötigt wesentlich weniger Zeit, als die meisten Menschen denken, um erfolgreich seine Finanzen zu regeln. Die einzige Voraussetzung dazu ist, es konzentriert und gewissenhaft zu tun. Frage Menschen, die Geld haben, wie es geht. Du weißt genau, welche Menschen das in Deinem Umfeld sind, und es wird Dich überraschen, wie viel Du spielend leicht dazulernen kannst. Es gibt durchaus viele wohlhabende Menschen, die ihr Wissen gerne teilen. Auch Christopher Klein und Jens Helbig haben einige gute Bücher dazu veröffentlicht und mich nicht dafür bezahlt, dass ich dies hier schreibe.

Das verschwiegene Thema: Richtiger Umgang mit Geld

Geld an sich betrachtet, kann nicht schlecht sein. Es liegt an uns, was wir damit tun. Haben wir keines, klagen wir und hadern mit der Situation. Was sollte das ändern? Haben wir Geld, so können wir es sinnvoll für die Familie ausgeben, Teile davon spenden oder es, ohne darüber nachzudenken, verprassen. Gut oder schlecht handeln also wir Menschen, indem wir entscheiden, was wir mit unserem Geld tun. Richtiger Umgang mit Geld ist etwas, das sich ganz besonders an Deinen Ansprüchen und Deiner Einstellung zum Geld bemisst. Arbeite an Deiner Einstellung zum Umgang mit Geld. In den Urlaub zu fliegen und in der ersten Klasse zu sitzen, bereitet sicher viel Freude, doch passt es vielleicht gerade besser zur aktuellen Lebenssituation, den Billigflieger zu nutzen und etwas enger zu sitzen. Arbeitslos und trotzdem an dem teuren Auto festhalten? Was sollen Familie, Freunde und Nachbarn denken, wenn Du es jetzt wieder abgibst? Ich halte das für falsche Gedanken. Frage Dich besser, was Du Deiner Familie antust, wenn Du an dem Wagen festhältst, den Du Dir nicht leisten konntest, und Dich die Bank einige Monate später zwingt, diesen zu verkaufen. Der wirtschaftliche Verlust wird wesentlich größer sein. Das Schamgefühl vermutlich ebenfalls. Außerdem nimmst Du Dir die Chance, dass Dir andere Menschen in dieser schwierigen Phase helfend zur Seite stehen. Lösungen lassen sich leichter finden, wenn wir uns mit anderen Menschen zu den anstehenden Problemen austauschen.

Tipp:

Sehe Geld als Gestaltungsmittel und denke regelmäßig darüber nach, wie Du es im Sinne Deiner Lebensplanung einsetzen willst. Geld für sich alleine betrachtet bringt Dir keinen Mehrwert. Richtiger Umgang mit Geld schon. Es ist nicht das Ziel, der reichste Mensch auf dem Friedhof zu werden. Die freie Zeit, die es Dir bescheren kann, wird Dein Leben aber bereichern.

Was wir tun könnten, wenn wir Reserven hätten?

1. Wir könnten mehr Zeit mit der Familie verbringen.
2. Wir könnten unseren Hobbies nachgehen.
3. Um in herausfordernden Situationen (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung, Wohnungsverlust….) frei von Zukunftsängsten entscheiden zu können benötigen wir ein Sicherheitspolster von mindestens sechs Monatsnettoeinkommen auf einem separaten (Tagesgeld-)Konto.
4. Wir könnten spenden. Tue das. Es gibt viele Menschen, die Hilfe benötigen. Für andere da zu sein bereichert auch unser Leben. Ein Ehrenamt ist eine schöne Alternative.

Leider wird uns weder in der Schule noch an der Universität brauchbares zu diesem sehr emotionalen Thema vermittelt. Ich kenne Menschen die Millionen für ihren Arbeitgeber verdienen und gleichzeitig privat finanziell nicht klarkommen. Auch tun sich die meisten Menschen innerhalb des Familien- oder Freundeskreises sehr schwer damit über dieses sehr emotionale Thema zielorientiert zu sprechen. Deswegen schreibe ich hier die elementaren Punkte auf, die Du vertiefen kannst, wenn Du Dich angesprochen fühlst.

Grundwissen zum Thema Geld:

1. Die Geldentwertung ist im System verankert. Beispiel: Inflation.
2. Unser Gehirn ist nicht für modernes Geld geschaffen. Beispiel: Zinseszins.
3. Geld an sich hat keinen Wert. Die wohlhabenden Menschen tauschen es in Waren. Sie halten es also nicht in bar.
4. Besitz bedeutet: Du hast die Sachherrschaft.
Eigentum bedeutet: Die Ware gehört Dir und ist bezahlt (bei Immobilien stehst Du im Grundbuch, beim Kfz hast Du und nicht die Bank den Brief).
5. Konsum: Geldausgabe mit dem Effekt der Reduzierung des Kontostandes.
Investition: Geldausgabe mit dem Effekt der dauerhaften Mehrung des eingesetzten Geldes.
6. Verwechsle nie den Preis (was kostet es in Geld?) mit dem Wert (was bringt es Dir, wenn Du es kaufst?)
7. Aktives Einkommen: Wir tun laufend etwas (arbeiten), um Geld zu erhalten.
Passives Einkommen: Wir haben „einmal“ etwas getan, um fortlaufend Einnahmen zu erzielen. Achtung: es bedarf grundsätzlich weiteren persönlichen Engagements, um ein passives Einkommen dauerhaft erzielen zu können. Beispiele: Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen, Tantieme aus Buch- oder Liedverkäufen, Affiliate-Links, Werbung über Blogs, YouTube Channel…)

Tipps zum Start

Reiße Dich zu Beginn Deines Arbeitslebens noch drei bis sechs Monate zusammen und lebe so weiter, als ob Du nur Dein letztes Taschengeld zur Verfügung hättest. Das überschüssige Einkommen sparst Du. Dadurch hast Du von Anfang an ein Sicherheitspolster geschaffen – richtiger Umgang mit Geld 1.0. Sichtbar wird der Erfolg auf Deinem Kontoauszug. Später kannst Du immer noch damit beginnen, mehr Geld auszugeben.

Richte separate (kostenlose online) Bankkonten ein:

  • Eins für den Gehalts- oder Lohneingang, um den Lebensunterhalt zu bezahlen
    (Ohne Dispositionskreditlinie!)
  • Ein (Tagesgeld-) Sparkonto. Mindestens 10% vom monatlichen Nettoeinkommen lässt Du direkt am Tag des Geldeinganges per Dauerauftrag umbuchen

Tipps um dauerhaft ansprechende Bankguthaben zu erreichen

  • Kaufe nichts auf Kredit! Niemals. Nur die eigene Ausbildung und Immobilien dürfen angemessen finanziert werden. Wenn Du kein Geld hast, um es jetzt zu kaufen, dann kannst Du es Dir jetzt auch nicht leisten. Das ist vielleicht nicht schön, aber die Wahrheit.
  • Niemals mit Emotion kaufen oder verkaufen.
    Bei größeren Anschaffungen über 300 Euro immer erst eine Nacht darüber schlafen.
  • Wenn Du dann etwas Teures kaufst, so zahle nie den ersten Preis. Handle immer. Es ist nur Übung und völlig legitim. In der Geschäftswelt tut das jeder. Diejenigen die es nicht tun, gehen langfristig pleite.

Die in diesem Artikel beschriebenen Strategien habe ich selbst angewandt. Sei stark bei auftretenden Widerständen. Im Besonderen innerhalb der Familie. Manchmal muss man nur einen Schritt zur Seite gehen, um ein Hindernis zu überwinden. Nicht immer ist der direkte Weg der richtige.

Viel Erfolg
Carsten Kettler
www.carsten-kettler.de

Zu den Büchern von Carsten Kettler geht’s hier (Autorenseite)!

Deine Meinung?

• Welchen Zugang und Umgang pflegst Du mit Geld?
• Womit hast Du dir größten Probleme?
• Was heißt für Dich “richtiger Umgang mit Geld”?

Hinterlasse einfach einen kurzen Kommentar. Wir, oder auch Carsten, antworten wie immer zu 100% 😀

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Eine Antwort auf „Richtiger Umgang mit Geld – Ein Gastbeitrag von Carsten Kettler“

  1. Thorsten sagt:

    Hey ein super Artikel ! Vielen Dank für die wertvollen Infos. Mache mich direkt ran 🙂

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